Knebworth House

Nur eine halbe Stunde nördlich von St. Albans liegt Knebworth House, das wir uns gleich im Anschluss ansahen. Der Name des Herrenhauses wird nur wenigen etwas sagen, aber möglicherweise aus diversen Spielfilmen oder Fernsehserien bekannt vorkommen, wo es gerne als Drehort verwendet wird.

Blick auf Knebworth House. Die heurigen großen Hitzewellen in England haben das Gras des Parks inzwischen braun gefärbt.

Das Haus stammt in seinem Kern aus der Tudor-Zeit, also aus dem 15.-16. Jhdt., wurde aber im 19. Jhdt. im heute zu sehenden neugotischen Stil erheblich umgebaut. Es liegt auf der Anhöhe eines großen Parks, der auch gerne als Location für Pop- und Rockkonzerte genutzt wird.

Oft als Filmlocation verwendet: Knebworth House

Das Haus ist seit Jahrhunderten im Besitz der Familie Lytton, von denen einige Mitglieder in England nicht ganz unbekannt sind. Edward Bulwer-Lytton, ein Freund und Zeitgenosse von Charles Dickens, schrieb „Die letzten Tage von Pompej“, einen Beststeller des 19. Jhdts., der auch mehrfach verfilmt wurde. Sein Sohn Robert war Vizekönig von Indien und wurde als 1. Earl of Lytton geadelt. Den Adelstitel trägt heute ein anderer Familienzweig. Die Familie, die auch heute noch dort wohnt, nennt sich inwischen Lytton-Cobbold.

Falls jemand das Haus schon woanders gesehen zu haben glaubt: Fürst Alois II. von Liechtenstein besuchte das Herrenhaus im 19. Jhdt. und war so begeistert, dass er sein Schloss Lednice in Südmähren an der heutigen österreichischen Grenze so umgestalten ließ, dass es wie ein Kopie von Knebworth House wirkt.

Parkanlage in Knebworth House.
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