Der Hl. Cuthbert und Durham Cathedral

Kathedrale von Durham
Schrein des Hl. Cuthbert in der Kathedrale von Durham

Heute ist es Zeit wieder auf unserer Route durch England und Schottland fortzufahren. Von Sheffield ging es weiter nordwärts nach Durham. Das ist eine kleine Stadt mit einer bedeutenden Universität und einer sehr großen Kathedrale.

Anhöhe zur Kathedrale

Kathedrale und Stadt verdanken ihre Existenz dem wichtigsten Heiligen Nordenglands, dem Hl. Cuthbert.

Der Hl. Cuthbert (* um 635; † 20. März 687) war Benediktinermönch, Eremit und Bischof von Lindisfarne. Aus Furcht vor den Wikingern wurde sein Leichnam von den Mönchen ständig neu ausgegraben und in neue Grabstätten gebracht, bis er nach mehr als dreihundertjähriger Wanderschaft1 995 in Durham seine letzte Ruhestätte fand.

Die Stadt Durham liegt erhöht auf einer vom Fluss Wear durch eine Schleife gebildeten Halbinsel und war daher gegen Einfälle der Wikinger und Schotten strategisch gut zu verteidigen. Um sein Grab wurde die große Kathedrale und um diese wiederum die Stadt gebaut. 2

Die um 1130 fertiggestellte, dreischiffige Kathedrale ist so groß, dass sie mit ihrer Länge fast die gesamte Breite der Anhöhe der Halbinsel einnimmt. Sie gilt als das vollkommenste Meisterwerk der normannischen Romanik in England und als wegweisender Übergangsbau in die Gotik, da sie erstmals im großen Stil Kreuzrippengewölbe auf Spitzbögen einsetzte.

Wesentlich jünger als die Kathedrale ist die Universtät Durham. Sie wurde erst 1832 gegründet, ist damit aber trotz dieses jungen Gründungsdatums nach Oxford und Cambridge die drittälteste Universität Englands. Sie genießt national und international hohes Ansehen und zählt zur sogenannten „Ivy League“ britischer Eliteuniversitäten. Eine schöne Stadt und Uni zum Studieren, wie wir fanden.

Ruderclubs dürfen in keiner englischen Universitätsstadt fehlen, wie hier in Durham am Fluss Wear

  1. Falls jemand die Wikinger-Serie „The Last Kingdom“ auf Netflix kennt: In Staffel 2, Folge 2 wird in einer Szene der Hl. Cuthbert von Mönchen durch die Gegend getragen. ↩︎
  2. Weitere berühmte Reliquien in der Kathedrale sind die sterblichen Überreste des Hl. Beda Venerabilis (zu diesem meine FN im Beitrag zur St. Albans Abbey) sowie der Kopf des Hl. Oswald von Northumbria. Letzter Heiliger wird aber auch von anderen Pilgerstätten für sich beansprucht. ↩︎
(Visited 25 times, 25 visits today)

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert